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DIE ARE KÜNSTLERGILDE
UND IHRE GESCHICHTE
Die Are-Künstlergilde, auch kurz „Are-Gilde“
oder "Are" genannt, hat
ihren Ursprung im "Are-Künstlerkreis" von 1941. Somit wurde
die Are-Künstlergilde im Jahr 2011 ganze 70 Jahre alt.
Die Anfänge: 1941 Im Februar des Jahres fand ein Zweiergespräch im Restaurant
„Steinalt“ in der Niederhut in Ahrweiler zwischen dem
Schriftsteller Ernst Karl Plachner und Otto Sostmann statt, in
dem erstmals der Plan eines Künstlerbundes im Ahrtal entwickelt
wurde.
Bereits am 15. Februar 1941 ist dann im Ratskeller in Ahrweiler
die erste Zusammenkunft schaffender Künstler im Ahrtal. An
diesem Abend wurde der Künstlerkreis gegründet und eine erste
Satzung festgelegt. In schneller Reihenfolge fanden weitere
Sitzungen statt und neue Mitglieder wurden gewonnen
Gleich im ersten Jahr der Gründung, am 3. August 1941 findet im
Gartensaal des Bad Neuenahrer Kurhauses eine große
Bilderausstellung des neu gegründeten Künstlerkreises statt. Die
feierliche Eröffnung im Barocksaal des Kurhauses wurde begleitet
von einer Musikdarbietung des Kurorchesters. Danach folgte die
Besichtigung der über 100 Bilder und Plastiken. Die Presse nahm
in verschiedenen Zeitungen lebhaften Anteil und schrieb
ausführlich Biografisches zu den einzelnen Künstlern.
Das erste Jahr nach der Gründung war noch nicht beendet, da
verlor der Are-Künstlerkreis durch den Tod sein Ehrenmitglied
und Mitbegründer, den Komponisten Johannes Müller aus Ahrweiler.
In der musikalischen Sektion der Gruppe war er der Bedeutendste
und hinterließ eine nicht mehr zu schließende Lücke.
1942 Das zweite Jahr nach der
Gründung begann mit großen
Plänen. Man wollte Ausstellungen
in Düren, Frankfurt und
Wiesbaden durchführen.
In diesem Jahr stellte der Kreis
wiederum im Gartensaal des
Kurhauses aus. Dieses Mal waren
erstmals die aus Ahrweiler
stammenden Pitt Kreuzberg und
Carl Weisgerber dabei.
Doch alle großen Pläne und
Aktivitäten der Gruppe wurden
unterbrochen durch den sich mehr
und mehr abzeichnenden
Zusammenbruch des
nationalsozialistischen Staates.
Trotz aller Widrigkeiten finden 1943 und 1944 doch noch
Ausstellungen statt.
Die ursprüngliche Idee, Musik in
Form von Komposition und
Wiedergabe, Dichtkunst in Prosa
und Versen neben der bildenden
Kunst in einer Künstlergruppe zu
vereinigen, hat sich damals
nicht durchgesetzt.
Während unter den neun Gründern
nur ein Maler war, expandierte
die Aktivität der Gruppe schon
nach einem halben Jahr
weitgehend zur bildenden Kunst,
zur Malerei und Plastik.
Die tragenden Persönlichkeiten
der vierziger Jahre waren der
Maler und Bildhauer Hanns
Matschulla sowie die Maler Pitt
Kreuzberg und Carl Weisgerber.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
1947
kam es nach nur dreijähriger
Pause aller künstlerischer
Aktivitäten durch die
Feindseligkeiten am Kriegsende, zur
(Neu-) Formierung der künstlerischen
Kräfte.
Erste Aktivitäten gingen aus von
dem Maler Hanns Matschulla und
dem Maler und
Oberstudiendirektor Ernst Kley.
Dazu kam der aus dem Handwerk
kommende, hochbegabte Maler,
Josef Krahforst aus Brohl. 1947 fand die
Gründungsversammlung
der neuen „Are-Künstlergilde“
statt.
Es wurden schon bei der ersten
Sitzung eine Satzung
verabschiedet und ein Vorstand
gewählt: 1. Vorsitzender:
Dr. med. Josef Niessen, Arzt; 2.
Vorsitzender:
Hanns Matschulla;
Geschäftsführer:
Ernst Kley, Oberstudiendirektor;
Kassierer:
Josef Krahforst
Die Neugründung der
Are-Künstlergilde wurde
wohlwollend von der
französischen Militärregierung
lizenziert. Als Vereinslokal
wurde in Ahrweiler die
Gaststätte „Em Höttche“ gewählt.
Die Neuaufnahmen und die
Erlaubnis in der Are-Gilde
ausstellen zu dürfen, bestimmte
eine Jury unter dem Vorsitz von
Hanns Matschulla. Sie galt von
Anfang an als streng, und manche
Bewerber mussten Enttäuschungen
hinnehmen.
Erste Ausstellungen waren 1947
in den Lesesälen des Kurhauses
Bad Neuenahr, 1948 in der
Berufsschule Wilhelmstraße.
Ahrweiler, in der ehemaligen
Weinhandlung Kreuzberg-Schütz.
Der Nachholbedarf aus den
Kriegsjahren war offensichtlich.
Neue Verinnerlichungen, freie
Entfaltung bisher gebremster
Kunststile und die Lust der
Besucher, Bilder anzuschauen und
zu erwerben, zeigte sich
deutlich.
Die Are-Künstlergilde fand in
diesen Jahren ihre jetzige Form,
der sie durch die letzten
Jahrzehnte treu geblieben ist. Eine
Entwicklung unter ständiger
Wachsamkeit nach allen
Richtungen hin, fand und findet
statt.
Über 25 Jahre leitete Professor
Dr. Bernhard Kreutzberg die Geschicke der Are-Künstlergilde
Er verstarb am 14. März 2006. Eng verbunden mit dem Heimatraum
des Ahrtals, des Rheins und der Eifel, verstand er es, diese
Bindung zur heimatlichen Landschaft, ihrer Geschichte und Natur
und ihrer Menschen auf die Künstler der Gruppe zu übertragen. Es
ist ihm gelungen, ein Forum für Induvidualisten zu schaffen, sie
zu einigen und zu motivieren.
Die Are Gilde sieht sich diesem langjährigen, unermüdlichen Wirken
verpflichtet und das Ziel ist die Erhaltung und Festigung ihrer
traditionellen Idee, begabten und engagierten Kunstschaffenden
unserer Heimat ein Umfeld zu geben. In dem sich durch
freundschaftliche Kontakte und ständigen Gedankenaustausch
Kreativität entfalten und weiterentwickeln kann.
Heute
Die Are-Gilde hat durch ihre tolerante Haltung gegenüber
allen Kunststilen ihrer Mitglieder das erstaunliche Jubiläum von
70 Jahren nicht nur überstanden, sondern
hat sich außerordentlich bewährt im Kunstschaffen des
Kreises Ahrweiler.
Die neuen Wünsche und Planungen gehen in das nächste
Jahrzehnt, in
dem neue Strömungen und Formen in der Kunst erwartet
werden dürften.Mit einer langen Reihe von Ausstellungen, in denen die Arbeiten
ihrer Mitglieder präsentiert wurden, hat sie in der
Vergangenheit viele Kunstfreunde begeistert.
In zahlreichen Ateliers im Einzugsgebiet der Stadt Bad
Neuenahr-Ahrweiler wirken die Mitglieder der Gilde: Maler,
Bildhauer, Fotografen, Grafiker und Schriftsteller.
Etwas ausführlicher gibt es im Folgenden einen Einblick von
Prof. Dr. Kreutzberg:
Die
ARE-Künstlergilde:
Ein Rückblick anlässlich ihres 50jährigen Bestehens
(1991) von
Prof. Dr. Bernhard Kreutzberg
Künstlervereinigungen haben erfahrungsgemäß nur eine
kurze Lebenszeit und lösen sich oft schon in der ersten Generation
wieder auf. So handelt es sich hier um ein bemerkenswertes
Jubiläum und wir als älteste Vereinigung dieser Art im Kreis
Ahrweiler, sollen anläßlich des 50jährigen Bestehens
zurückschauen und darüber nachdenken, welche Bande wohl die
Künstler des Kreises Ahrweiler in dieser Gruppe zusammengehalten
haben.
Sämtliche Chroniken,
Sitzungsunterlagen, Zeitungsausschnitte,
Ausstellungskataloge und weitere Dokumente sind fast
lückenlos vorhanden und erhalten geblieben. Sie werden
seit zehn Jahren durch den Chronisten der Gilde, Ernst
Kley. Ahrweiler. verwaltet und weitergeführt.
Anfang Februar 1941 fand ein
Zweiergespräch im Restaurant "Steinalt" in der Niederhut
in Ahrweiler zwischen dem Schriftsteller Ernst Karl
Plachner und Otto Sostmann statt, in dem erstmals der
Plan eines Künstlerbundes im Ahrtal entwickelt wurde.
Bereits am 15. Februar 1941 ist dann im Ratskeller in
Ahrweiler die erste Zusammenkunft schaffender Künstler
im Ahrtal. Dabei sind Studienrat Dr. Heinz Graef,
Ahrweiler: Musikdirektor Bruno Korte-meier. Organist in
Bad Neuenahr: Dr. Paffrath, Köln: Bildhauer Hanns
Matschulla. Ahrweiler:

Hanns Matschulla: Arbeit an der
Rosenkranzkirche.

Ein Eifelmaler: Pitt Kreuzberg mit
"Große Eifel"
Komponist Johannes Müller, Ahrweiler: Schriftleiter Alex
Plachner, Ahrweiler: Schriftsteller Ernst Karl Plachner,
Ahrweiler; Schriftleiter Otto Sostmann, Remagen:
Bürgermeister Dr. Dr. Ottendorff-Simrock, Bad Neuenahr.
An diesem Abend wurde der Künstlerkreis gegründet und
eine erste Satzung festgelegt. In schneller Reihenfolge
fanden weitere Sitzungen statt und neue Mitglieder
wurden gewonnen, so die Malerin Erika von Roques. geb.
Pollack; Hobbyarchäologe Karl Maria Funk, Remagen; die
Malerin Christel Lückers; der Dirigent Josef Keip; die
Malerin und Musiklehrerin Marga Plach-ner-Nückel; der
Maler Alfons Schädel, Alte-nahr, und der Maler Franz
Steinborn, Sinzig. Gleich im ersten Jahr der Gründung
finden sich schon mannigfaltige Aktivitäten auch über
den Ahrkreis hinaus. Ernst Plachner las in Heidelberg
aus seinen Werken, Franz Steinborn stellt seine Bilder
in Sinzig aus. Am 3. August 1941 findet erstmals im
Gartensaal des Bad Neu-enahrer Kurhauses eine große
Bilderausstellung des neu gegründeten Künstlerkreises
statt. Die feierliche Eröffnung im Barocksaal des
Kurhauses wurde begleitet von einer Musikdarbietung des
Kurorchesters. Danach folgte die Besichtigung der über
100 Bilder und Plastiken. Die Presse nahm in
verschiedenen Zeitungen lebhaften Anteil und schrieb
ausführlich Biografisches zu den einzelnen Künstlern.
Diese erste Ausstellung wanderte dann weiter nach
Niederbreisig, nach Ahrweiler - wurde dort sogar
verlängert - und ging schließlich nach Sinzig.
Das erste Jahr nach der Gründung war noch nicht beendet,
da verlor der ARE-Künstlerkreis durch den Tod sein
Ehrenmitglied und Mitbegründer, den Komponisten Johannes
Müller aus Ahrweiler. In der musikalischen Sektion der
Gruppe war er der Bedeutendste und hinterließ eine nicht
mehr zu schließende Lücke. 1942, das zweite Jahr nach
der Gründung, begann mit großen Plänen. Man wollte
Ausstellungen in Düren, Frankfurt und Wiesbaden
durchführen. Hanns Matschulla schickte Bilder aus seinem
Fronteinsatz in Rußland. Sie zeigten meistens Szenen aus
dem russischen Volksleben.
In diesem Jahr stellte der Kreis
wiederum im Gartensaal des Kurhauses aus. Dieses Mal
waren erstmals die aus Ahrweiler stammenden Pitt
Kreuzberg und Carl Weisgerber dabei. Doch alle großen
Pläne und Aktivitäten der Gruppe wurden unterbrochen
durch den sich mehr und mehr abzeichnenden Zusammenbruch
des nationalsozialistischen Staates. In der Chronik
steht wörtlich: "Sobald Frieden wird auf Erden,
veranstalten die ARE-Künstler ein großes Fest".
(3.1.1942) Trotz aller Widrigkeiten finden 1943 und 1944
doch noch Ausstellungen statt.

Gilde-Präsident Sanitätsrat Dr. med.
Josef Messen (Büste von Erna Deisel-Jennes).
Rückblickend in die Gründerjahre des ARE-Künstlerkreises
kommt man zu mehreren Feststellungen: Die ursprüngliche
Idee, Musik in Form von Komposition und Wiedergabe,
Dichtkunst in Prosa und Versen neben der bildenden Kunst
in einer Künstlergruppe zu vereinigen, hat sich nicht
durchgesetzt. Während unter den neun Gründern nur ein
Maler war, expandierte die Aktivität der Gruppe schon
nach einem halben Jahr weitgehend zur bildenden Kunst,
zur Malerei und Plastik. Die tragenden Persönlichkeiten
der vierziger Jahre waren Manns Matschulla, Pitt
Kreuzberg und Carl Weisgerber.
Bemerkenswert ist ferner die
Beobachtung, daß trotz der allgemeinen Idealisierung
dieser Zeit der ARE-Künstlerkreis sich völlig
unpolitisch entwickelte. Man war zwar zwangsweise
Mitglied im NS-Kulturbund, da man sonst weder ein Bild
ausstellen noch verkaufen durfte. Es finden sich aber
keine Hinweise in den Chroniken oder bei den Inhalten
dichterischer Werke oder der Bilder, die dem damaligen
Zeitgeist nahestanden.

Ernst Kley: Katzenbuckelbrücke
Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg Nach nur dreijähriger Pause aller
künstlerischer Aktivitäten durch die Feindseligkeiten am
Kriegsende und in der ersten Nachkriegszeit kam es sehr
früh, schon 1947. zur Formierung der künstlerischen
Kräfte. Erste Aktivitäten gingen aus von dem Maler Hanns
Mat-schulla und dem Maler und Oberstudiendirek-tor Ernst
Kley. dazu kam der aus dem Handwerk kommende,
hochbegabte Maler, Josef Krahforst aus Brohl. Sie wurden
unterstützt von der Galeristin Frau Horing aus Bad
Neue-nahr. die Jahre zuvor schon als Geschäftsführerin
des 1939 gegründeten Kunstkreises Ahr-weiler viele
organisatorische Erfahrungen mitbrachte. 1947 fand die
Gründungsversammlung der neuen "ARE-Künstlergilde"
statt. Es wurden schon bei der ersten Sitzung eine
Satzung verabschiedet und ein Vorstand gewählt:
1. Vorsitzender, Dr. med. Josef
Niessen, Arzt aus Bad Neuenahr; 2. Vorsitzender, Hanns
Matschulla aus Ahrweiler; Geschäftsführer Ernst Kley.
Oberstudiendirektor: Kassierer Josef Krahforst aus
Brohl. Auch die Inaktiven, das heißt Fördernden,
erhielten in Dr. Göcke, dem Kreis-Obermedizinalrat,
einen ersten Vorsitzenden. Die Neugründung der
ARE-Künstler-gilde wurde wohlwollend von der
französischen Militärregierung lizenziert. Als
Vereinslokal wurde in Ahrweiler die Gaststätte "Em
Höttche" gewählt. Der Plan, im Ahrweiler Niedertor, eine
Heimstätte auszubauen, wurde nicht realisiert. Die
Neuaufnahmen und die Erlaubnis in der ARE-Gilde
ausstellen zu dürfen, bestimmte eine Jury unter dem
Vorsitz von Manns Mat-schulla. Sie galt von Anfang an
als streng, und manche Bewerber mußten Enttäuschungen
hinnehmen. Die Atmosphäre unter den Mitgliedern war
freundlich, herzlich und wohlwollend. Erste
Ausstellungen waren 1947 in den Lesesälen des Kurhauses
Bad Neuenahr, 1948 in der Berufsschule Wilhelmstraße.
Ahrweiler, in der ehemaligen Weinhandlung
Kreuzberg-Schütz. In diesem 700. Jahr der Ahrweiler
Geschichte wurden über1 000 Gäste begrüßt. Der
Nachholbedarf aus den Kriegsjahren war offensichtlich.
Neue Verinnerlichungen, freie Entfaltung bisher
gebremster Kunststile und die Lust der Besucher, Bilder
anzuschauen und zu erwerben, zeigte sich deutlich. Die
Ausstellung ging anschließend nach Sinzig und
Königswinter.
Die ARE-Künstlergilde fand in diesen
Jahren ihre jetzige Form, der sie treugeblieben ist.
Eine Entwicklung unter ständiger Wachsamkeit nach allen
Richtungen hin, fand und findet statt.
Gedächtnisausstellungen
Von Anfang an hat die ARE-Gilde ihre
älteren und verstorbenen Mitglieder durch
Gedächtnisausstellungen geehrt. In Bielefeld fand ihr
dort geborenes Mitglied Hergarden ein viel beachtetes
Echo mit 3 000 Besuchern. Krahforst, Pitt Kreuzberg.
Matschulla (1966 und 1988), Holstein, Remagen. Ernst
Kley zum 70. und 75. Geburtstag. Carl Weisgerber, wurden
geehrt. Alle Ausstellungen wurden bestens besucht und
die Bevölkerung nahm regen Anteil.
Regelmäßige Ausstellungen Seit der Gründung wurden, ohne
Ausnahme, jährlich meist mehrere Ausstellungen
durchgeführt. Die Liste der Gastgeber würde die kurze
Darstellung der Geschichte der ARE-Gilde sprengen. Das
Kurhaus in Bad Neuenahr mit den Gartensälen, der
englischen Kirche und den Lesesälen (durch die
Vermittlung von Dr. Ot-tendorff) sind hier beispielhaft
zu nennen. Die ehemalige Kreisberufsschule in Ahrweiler,
der Rathaussaal der Bad Neuenahr-Ahrweiler
Stadtverwaltung, die Synagoge in Ahrweiler,
Indu-strieglände in Bodendorf sowie die Komturei in
Adenau waren Ausstellungsorte. In den achtziger Jahren
konnte die ARE-Gilde sechsmal hintereinander die
Gastfreundschaft der Mönche in Maria Laach in Anspruch
nehmen. Hier wurden schließlich Besucherziffern bis zu 7
000 innerhalb von drei Wochen gezählt. Auch die
Verkaufserfolge stiegen deutlich an. Im Jubiläumsjahr
1990/91 kann wegen Umbauarbeiten die geplante große
Ausstellung in Maria Laach leider nicht stattfinden.

Franz Ulrich - vor der Staffelei

Johannes Fr. Luxem: Graphik Ikarus
und Dädalus über Eifel
Die derzeitige Struktur der Ausstellungen ist gerichtet
auf eine große Herbstausstellung aller Mitglieder, auf
eine thematisch gebundene Ausstellung und auf eine
Gedächtnisausstellung. Seit Einführung der Kulturtage
des Kreises Ahrweiler ist die ARE-Gilde auch in diesem
Bereich eng eingebunden. So ist für das Jubiläumsjahr
die Ausstellung "50 Jahre ARE-Künstlergilde" in der
Synagoge in Ahrweiler geplant, und eine
Gedächtnisausstellung des früheren Mitglieds von 1942,
Franz Steinborn, Sinzig.
Über außerregionale Ausstellungen
führte der Weg bisher bis nach Bielefeld, Bonn/Kontrakreis
und Bundeshaus, Koblenz/Regierungspräsidium und nach
Mainz/Landtag, ebenso nach Trier. International haben
Künstler der ARE-Gilde in Paris, Luxemburg, Kopenhagen,
Istanbul und in der Schweiz ausgestellt. Der erste Preis
der UNESCO-Kinderhilfe ging an eine Künstlerin der
ARE-Gilde.
Neue
Rechtsform Die ARE-Künstlergilde wurde 1979 zum
eingetragenen Verein und gab sich eine neue Satzung. Die
Organisation und Leitung der ARE-Gilde wurde
umgestaltet. Ein engerer Vorstand, bestehend aus
Präsident, Geschäftsführer und Schriftführer, wurde
benannt. Weitere Vorstandsmitglieder als
Veranstaltungsleiter, Ausstellungsleiter, Leiter der
Jury und Presse-Öffentlichkeitsarbeitreferent wurden
gewonnen, so daß die Aufgaben des Vorstandes delegiert
werden können. Die Einbeziehung von Nichtkünstlern in
die Vorstandsarbeit, die Erfahrung im Organisationswesen
mitbringen, wird von den Künstlern gewünscht und
anerkannt.
Ehrungen Die ARE-Gilde erhielt inzwischen die
Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler, die sie in einer
würdigen Feierstunde freudig entgegennahm.
Mitgliederbewegung Seit Gründung der Künstlergilde hat
sich die Mitgliederzahl der tätigen Künstler nur
unwesentlich bewegt. Nach wie vor ist die Zahl der
aktiven Mitglieder bei etwa 40. Aufnahmeanträge werden
durch die Jury entschieden. Die dazu gehörenden
Bedingungen werden nur von einem geringeren Anteil der
Antragsteller erfüllt. Auch die Aufnahme von Kunstwerken
von Nichtmitgliedern in Ausstellungen der ARE-Gilde wird
von der Jury entschieden.
Die innere Verfassung der ARE-Gilde
im Jubiläumsjahr ist gesund und erfolgreich wie nie
zuvor. Monatlich finden Treffs statt, die dem
Gedankenaustausch der künstlerisch vitalen Mitglieder
dienen. Besonders erfreulich ist der Zugang neuer,
junger Menschen, die die Verbindung zu den älteren,
erfahrenen Künstlern suchen. Die Organisation ist
unkompliziert und hat das Ziel, die Künstler für ihre
Arbeit freizumachen, ohne allerdings auf
gemeinschaftliches Verhalten in der Gruppe zu
verzichten. Die ARE-Gilde pflegt Freundschaft zur
südlich benachbarten Pellenz-Künstlergruppe im Raum
Andernach und unterstützt die Gründung eines
mittelrheinischen Künstlerbundes.

Frau Köpernik-Kemmel: Warten auf
Gouda

Otto Kley: Silhouettengruppe mit
Persine, Merlin und Melusine (Holzplastik)
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